Ein Jahr „KARE-Projekt“ - Kompetenzen aufbauen für die Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen

20.12.2024 | IAL

Das Verbundprojekt „Kompetenzen aufbauen für die Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen“ (KARE), gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, hat erfolgreich sein erstes Jahr abgeschlossen. In dieser Zeit konnte das Konsortium unter Beteiligung des IAL und TTZ-Haßfurt der THWS bedeutende Fortschritte erzielen und wichtige Meilensteine erreicht werden.

Zu Beginn des Projekts lieferte „Arbeitspaket 1: Analyse der Bedarfe und Arbeitsabläufe in den Unternehmen im Hinblick auf die ganzheitliche Transformation zur Kreislaufwirtschaft“ wertvolle Erkenntnisse zu den Partnerunternehmen. Im Rahmen der ersten drei Unterarbeitspakete wurden die Bedarfe systematisch erfasst, relevante Trends und Treiber identifiziert sowie die Kernprozesse und Kompetenzen der beteiligten Partner im Konsortium detailliert dokumentiert. Ziel war es den Status Quo der Partnerunternehmen aufzunehmen und zu analysieren. Die Ergebnisse dienen als wichtiges Grundgerüst für den weiteren Projektverlauf.

Im Juli führten REHAU Industries SE &Co. KG gemeinsam mit dem IAL-THWS in den Themenschwerpunkt Nachhaltigkeitsmonitoring ein. Auf EU-Ebene sowie in Deutschland wachsen die Anforderungen für die Unternehmen, ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten in Form von Berichten offenzulegen. In den kommenden Jahren werden so direkt oder indirekt die allermeisten Unternehmen von neuen Regularien wie der „Corporate Sustainability Reporting Directive“ (CSRD) betroffen sein. Vor dem Hintergrund dieser aktuellen politischen Rahmenbedingungen ist es deshalb essenziell, die Kompetenzen in den Unternehmen für ein effizientes, digital Monitoring und Reporting ihrer Nachhaltigkeits- und Kreislaufwirtschaftsaktivitäten aufzubauen. Um diese Thematik in den Unternehmen zu entwickeln und zu verstetigen, wurde im Rahmen des Forschungsprojektes ein eigenes Arbeitspaket hierfür definiert.

Besondere Bedeutung kommt dem Arbeitspaket 1.4. „Gap-Analyse und Transformationsbedarfe“ zu. Hier entwickelt das IAL federführend, basierend auf dem Ellen MacArthur-Foundation-Modell ein Reifegradmodell, das eine fundierte Grundlage für die weiteren Schritte der Transformation von Unternehmen hin zur Circular Economy mit relevanten Kompetenzen bietet. Das Modell zielt darauf ab, unternehmensspezifische Transformationsbedarfe zu analysieren und Handlungsfelder im Hinblick auf den Reifegrad der Unternehmen zu einer Circular Economy (CE) zu bewerten und ganzheitliche Transformationskonzepten und Umsetzungen erster Maßnahmen ermöglicht werden. Das Modell wird sehr hilfreich sein die Transformationsbedarfe auch von anderen Unternehmen, die nicht im Projekt beteiligt sind, aufzuzeigen.

Ein weiteres Highlight dieses Jahres war das halbjährliche Plenumsmeeting, bei dem ein intensiver Austausch und eine vertiefte Diskussion zu verschiedenen Themen innerhalb des Projekts stattfanden. In diesem Arbeitstreffen konnten entscheidende Erkenntnisse gewonnen werden, die das fortlaufende Projekt maßgeblich beeinflussen werden.

Dank dieser Fortschritte zieht das Projektteam des IAL ein positives Fazit aus dem ersten Jahr des KARE-Projekts und freut sich darauf, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Projektpartnern fortzusetzen und in den kommenden Phasen weitere Erfolge zu erzielen.

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