Zukunftsthemen Nachhaltigkeit und Digitalisierung auf dem Logistikforum Nürnberg IAL vor Ort – Blick in die Glaskugel der Logistik
Das IAL war vor Ort vertreten und beteiligte sich aktiv am Kongressgeschehen. Im Rahmen der Veranstaltung initiierte das IAL ein Trendbaromenter. Ziel der Befragung war es, ein Stimmungsbild aus der Branche zu zentralen Entwicklungen und Herausforderungen der Logistik im Jahr 2026 zu gewinnen. Branchenexpertinnen und -experten bewerteten hierzu verschiedene Themenfelder, die aus ihrer Sicht maßgeblichen Einfluss auf die zukünftige Ausrichtung der Logistik haben werden.
Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf Infrastruktur und Mobilität. Neben dem allgemeinen Zustand und dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur wurden insbesondere der Bedarf an leistungsfähiger Ladeinfrastruktur sowie der Netzausbau als entscheidende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transformation genannt. Zudem wurde die Binnenschifffahrt als wichtiger, bislang nicht ausreichend genutzter Verkehrsträger hervorgehoben.
Im Bereich der digitalen Transformation zeigte sich, dass Digitalisierung inzwischen als grundlegende Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit verstanden wird. Künstliche Intelligenz gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung, etwa zur Optimierung von Prozessen und zur Unterstützung von Entscheidungsgrundlagen. Gleichzeitig wurde ein strukturiertes Wissensmanagement als zentraler Faktor für den nachhaltigen Umgang mit Daten und Fachwissen bewertet.
Das Supply Chain Management stand vor allem im Zeichen von Stabilität und Krisenfestigkeit. Die Resilienz von Lieferketten sowie der Wandel von reinen Just-in-Time- hin zu verstärkten Just-in-Case-Strategien wurden als Reaktion auf globale Unsicherheiten und volatile Rahmenbedingungen hervorgehoben.
Abgerundet wurde das Trendbarometer durch Themen rund um Rahmenbedingungen und Nachhaltigkeit. Dazu zählten der Wunsch nach vereinfachten, praxisnahen Regulierungen („Bürokratie Light“), die stärkere Verankerung von Kreislaufwirtschaftskonzepten sowie eine verbesserte Logistikkommunikation. Auch spezifische Fragestellungen zu Kleintransporten und regulatorischen Anforderungen, etwa im Zusammenhang mit dem Transporttacho, flossen in die Einschätzungen der Expertinnen und Experten ein.
Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt bildete das Thema Nachhaltigkeit. In diesem Kontext moderierte Prof. Dr. Ulrich Müller-Steinfahrt vor Ort eine eigene Sequenz zum „Nachhaltigen Fahren“, in der praxisnahe Ansätze, technologische Entwicklungen und regulatorische Anforderungen für eine umweltfreundlichere Gestaltung von Transport- und Mobilitätslösungen diskutiert wurden.
